VÖ: 17. Juli 2009 Century Media
Bis die US-amerikanischen Gerichte entschieden haben, ob und wer nun genau unter dem Namen Fear Factory weitermachen darf, haben sich Christian Olde Wolbers (guitar) und Raymond Herrera (drums) in der Zwischenzeit einfach mit Jon Howard (vocals) und Pat Kavanagh (bass) von Threat Signal verstärkt, und man serviert unter dem Namen Arkaea nun ein wirklich interessantes Album, das nicht nur rein rechnerisch (50% Fear Factory + 50% Threat Signal) ziemlich genau das bietet, was man eigentlich auch erwartet. Zugegeben, man kann anfangs durchaus etwas skeptisch sein, da die Songs auf dem Debut-Album von Arkaea ursprünglich für Fear Factory gedacht waren, von deren Sänger (Burton C. Bell) jedoch abgelehnt wurden. Aber keine Sorge: "Years in the darkness" ist alles andere als eine Zweitvermarktung von B-Ware! Vielmehr finden sich einige kleine musikalische Schätze auf dem Album, die Fans aus beiden Lagern gleichermaßen begeistern sollten. Vom großartigen Opener "Locust" über "Break the silence" bis hin zum etwas ruhigeren "Gone tomorrow". Die instrumentale Abteilung macht dabei einen absolut fantastischen Job - präzise Blastbeats, und die so typischen abgehackten Industrial-Riffs. Sänger Jon Howard klingt in manchen cleanen Passagen mitunter ein bißchen wie Chester Bennington (Linkin Park), growlt sich aber ansonsten sehr ordentlich durch die Songs. Als Fazit bleibt festzuhalten, daß Arkaea mit "Years in the darkness" zwar ein wirklich gutes Album abgeliefert haben, an dem ich aber zwei Sachen auszusetzen hätte: Die cleanen Vocals sind mir unter'm Strich schlicht und einfach zuviel, und die Songs sind vom Aufbau und Ablauf her meist recht ähnlich und vorhersehbar - das führt langfristig leider zu minimalen Ermüdungserscheinungen. Nichtsdestotrotz eine Band mit Potential und sicherlich auch Zukunft. (maz)
- 7,5/10 -
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