VÖ: 08. Oktober 2010 Ván Records
Folgendes Szenario: Kaya Yanar's Alter Ego "Hakan" als Türsteher vor der Hall Of Fame des Black Metal. Arstidir Lifsins bitten um Einlass, weil sie ein 70-minütiges Mammut-Epos über "die frühe Menschheitsgeschichte auf Island mit all ihren Intrigen und Schicksalen" eingespielt haben. Was man aber beim "Genuss" dieser Scheibe über sich ergehen lassen muss, ist einfach nur gähnend langweilig. Die gesamte Scheibe ist wie ein zu weit gestretchtes Kaugummi. Zu viele Wendungen, musikalisch geschlagene Haken, laut/leise-Spielereien und Spoken words-Passagen, geben dem Hörer Grund genug, sich einfach mit etwas Handfesterem auseinander zu setzen. Ja, Black Metal - mal schnell, mal langsam, mal episch, mit einem klassischen Krächzer, einigen Heldentenören, und einem Typen Marke "tollwütiger Gockel keift über den Hof". Zwischendurch noch mal Klavier, Violine und Bodhrán. Und mittendrin noch einen knapp 8-minütigen Solo-"Heldengesang" mit hörspielartiger Kneipenatmosphäre im Hintergrund. Vielleicht erschließt sich mir Geschichtsmuffel einfach nicht der tiefere Sinn dahinter, aber die Songs selbst plätschern so oder so an mir vorbei. Hakan hat da aber seine eigene Meinung: "Name, Albumtitel, Songwriting, Sprache - alles Arsch!" Nun warte mal, Hakan. Ihre Instrumente beherrschen die Jungs aber schon. "Kann isch auch, Alter. Trotzdem Arsch." Okay, einigen wir uns auf "gerade noch an 'mies' vorbei geschliddert". (sw)
- 4,5/10 -
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