VÖ: 14. Mai 2010 Victory Records
Nicht auszudenken, was gewesen wäre, wenn die aus Cincinnati/Ohio stammenden Beneath The Sky ihr ursprüngliches Vorhaben in die Tat umgesetzt hätten, und sich wirklich nach dem letzten Album (2007) aufgelöst hätten. Ein Album wie "In loving memory" wäre dann nämlich nie erschienen, und das wäre zweifelsfrei ein Verlust gewesen. Was auf den ersten Blick (Cover + Titel) wie der nächste Emo-Schmachtfetzen aussieht, entpuppt sich nach dem (Regen-)Intro als mittelschweres Gewitter, das mit einem Donnerschlag nach dem anderen aufwarten kann. Die Band verbindet auf geschickte Art und Weise Metalcore und Death Metal, ohne dabei jedoch wie die x-te Deathcore-Kapelle zu klingen. Die cleanen Vocals sind weit entfernt von Kitsch, Klischee und Pop, und bilden einen atmosphärischen Kontrast zum Wechselspiel aus Deathgrowls und Kreischgesang von Fronter Joey Nelson. Die Songs sind ausgereift, ausgefeilt, technisch allererste Sahne, und verbinden grosse Killerriffs mit knallenden Breakdowns. Genau so muss moderne Härte mit Hang zu Melodie und auch Melancholie klingen. Anspieltipps zu nennen, macht wenig Sinn, da das komplette Album mit einer kontinuierlich konstanten Qualität punkten kann. Fans von US-Metalcore der Marke Killswitch Engage und As I Lay Dying sollten unbedingt mal ein Ohr riskieren! (maz)
- 8/10 -
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