VÖ: 31. August 2012 Better Than Hell Records
In Zeiten, in denen leider viel zu viele deutschsprachige (Punk)Rock-Bands wie eine schlechte Onkelz-Kopie klingen, sind Betontod eine der ganz wenigen erfreulichen (und erfrischenden) Ausnahmen. Nach dem Top 30-Erfolg des noch nicht mal ein Jahr alten Vorgängers "Antirockstars", konnte sich die sympathische Truppe aus dem nordrhein-westfälischen Rheinberg ganz entspannt und vor allem ohne Erwartungsdruck ans Songwriting zum Nachfolger "Entschuldigung für nichts" setzen - denn schließlich veröffentlicht man mittlerweile auf dem bandeigenen Label Better Than Hell. Herausgekommen sind dabei 13 Rocksongs, die die seit nunmehr 20 Jahren aktive Band von ihrer ausgereifsten und auch abwechslungsreichsten Seite zeigt. Die großen Stärken des Fünfers um Sänger Oliver Meister liegen natürlich bei solchen hochwertigen Uptempo-Punkrocksongs wie "Alles", "Gute Reise", "Halt mich" (hitverdächtig!) oder "Weltverbesserer". Aber auch der - für Betontod-Verhältnisse recht ungewöhnliche - Ska-angehauchte Titelsong (der etwas an die Broilers erinnert), das recht metallische "In Sekunden", die Powerballade "Im Himmel" und auch das abschließende, sehr akustisch und minimalistisch gehaltene "Dagegenstehen", machen "Entschuldigung für nichts" zu einem ausnahmslos und durchweg sehr starken deutschsprachigen Rockalbum, das auf durchgehend hohem Niveau eindrucksvoll beweist, dass man sich in diesem Genre sehr wohl fernab von jeglichen peinlichen Onkelz-Klischees und platten Floskeln mehr als nur etablieren kann. (maz)
- 8/10 -
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