VÖ: 05. Mai 2006 Steamhammer
Tim Owens ist wieder da! Und er hat einen metallischen Keulenschlag im Gepäck, der sich gewaschen hat. Keine Verbiegungen in Richtung seiner (ex-) Bands Judas Priest oder Iced Earth - Nein, hier regiert der Chef selbst und zeigt uns, wie er sich Heavy Metal im Jahre 2006 vorstellt: Fett und transparent produziert, auf den Punkt gebrachte Songs, die zwar ihren direkten Draht zum 80er Metal haben, aber durch tiefere Gitarren und durch ansatzweise "moderne" Rhythmik den Sprung in die Neuzeit schaffen. Keine Angst - no "core", just METAL! Und wie! Richtige Überhits hat dieses Album zwar nicht, dafür aber gleich mehrere Songs, die verdammt nah dran sind. Beim Opener zeigt uns Owens sofort, warum der Song "Scream Machine" heißt. Ein Headbanger vor dem Herrn. Der Midtempo-Kracher "Coming at you" dürfte zukünftig zum Live-Hit avancieren. SO muss Party-Metal ohne albernes Schalala klingen! Selbst die Ballade "Dreams Come True" kommt ohne Klischees aus, was wohl hauptsächlich der einzigartigen Stimme des Rippers zuzuschreiben ist. Der Rest seiner Mannschaft ist musikalisch über jeden Zweifel erhaben, wobei speziell Lead-Gitarrist und Co-Songwriter John Comprix mit ausgefeilten und melodiösen Soli zu überzeugen weiß. "Beyond Fear" ist für mich DIE 2006er Sommer-Metal-CD und sollte in keiner Sammlung fehlen. Wenn Judas Priest dieses Ding toppen können ("Angel of Retribution" liegt definitiv dahinter), dann dürfte die Metal-Welt wieder in Ordnung sein... und ich komme in einen Interessenkonflikt... (sw)
- 8/10 -
|
|
|