VÖ: 20. Januar 2012 Frontiers Records
Die deutsche Progressive Rock/Metal-Band Beyond The Bridge gründete sich (damals noch unter anderem Namen) bereits 1999. Seit stolzen fünf Jahren hat man nun am Konzeptalbum "The Old Man And The Spirit" gearbeitet. Herausgekommen ist ein 70-minütiges progressives Epos, das vor Abwechslung, Einfallsreichtum und ausgeklügelten Arrangements nur so strotzt. Definitiv kein Album zum Nebenbei hören, denn "The Old Man And The Spirit" verlangt höchste Aufmerksam vom Hörer - nur so entfaltet sich die ganze Kraft der Musik. Die Songs bewegen sich fast ausnahmslos zwischen fünf und zehn Minuten und jeder für sich scheint eine kleine Geschichte zu erzählen, was durch eine hin und wieder gesprochene Erzählstimme nur noch untermauert wird. Da treffen ruhige Pianoparts auf rasante Riff-Abfahrten, gefühlvolle SloMo-Parts auf metallische Energie ("Doorway To Heaven") und eingängige Parts auf anspruchsvolles Gefrickel - ja, man fühlt sich nicht selten an Dream Theater, Transatlantic oder Queensryche erinnert. Vor allem die längeren, oftmals symphonischen Instrumentalparts sind wirklich allererste Sahne, man nehme nur mal das starke "Triumph of irreality". Dazu der großartige Wechselgesang zwischen Herbie Langhans und Dilenya Mar, die ebenfalls gekonnt zwischen Gefühl und Power wechseln. Alleine das abschließende und knapp 10-minütige "All A Man Can Do" zieht sämtliche Register des Könnens dieser Band. Ein wirklich klasse Album einer - man kann es gar nicht oft genug betonen - deutschen Band. (maz)
- 8/10 -
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