VÖ: 25. Januar 2008 GUN Records
Zeit gelassen haben sie sich, die 4 Waliser. Fast zweieinhalb Jahre nach dem fantastischen Debut "The poison" (2005) präsentieren die Senkrechtstarter nun mit "Scream aim fire" endlich ihr Nachfolgewerk. Es war eigentlich zu erwarten, daß es schier unmöglich sein dürfte, den Vorgänger zu erreichen, geschweige denn zu toppen. Dabei beginnt alles so gut: Gleich der Opener und zugleich Titelsong des Albums, knüpft fast nahtlos an "The poison" an. Ein amtlicher Thrasher mit leichter Emo-Schlagseite, wenngleich auch ein bißchen arg MTV-kompatibel. Und genau diese Tatsache entpuppt sich im weiteren Verlauf des Albums als klitzekleines "Problemchen". Vieles erscheint ein bißchen zu "glatt". Es scheint fast so, als hätte sich die enorm große Erwartungshaltung bzw. der Druck nicht unbedingt positiv auf das Songwriting ausgewirkt. Titel wie "Deliver us from evil", "Take it out on me" oder "Forever and always" ziehen an einem vorbei, fast ohne irgendeinen Eindruck zu hinterlassen. Natürlich gibt es auch Songs, die ein bißchen an das Vorgänger-Album erinnern, wie z.B. "Waking the demon" oder "Last to know", aber ein zweites "The poison" ist dieses Album sicherlich nicht. Neben wirklich guten Songs wie z.B. "Eye of the storm" serviert und das Quartett auch Songs wie "Say goodnight", eine klassische Ballade, die mitunter an Metallica erinnert, und sicherlich auch bald die Fernsehstationen dieses Landes erreichen wird. Das, was BfmV mit "Scream aim fire" abgeliefert haben, ist zwar ein wirklich verdammt gutes Album, das seinen Vorgänger jedoch nicht ganz erreicht. Ich hatte - ehrlich gesagt - ein kleines bißchen mehr erwartet. (maz)
- 8,5/10 -
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