VÖ: 03. Juni 2011 Soulseller Records
Black Crucifixion gibt es nun schon 20 Jahre und die Band hat sich seit ihrem Debüt "The fallen one of flames" sehr positiv weiterentwickelt. Auf ihrer neuen Scheibe geht's erst einmal flott zur Sache. Der Opener "Retaliation" ist düster und melodisch und der Sänger erinnert mit seinem dunklen, klaren Gesang an alte Celtic Frost. "Night birds sing your demise" stellt mich vor ein Rätsel. Der Song ist relativ kurz, sehr atmosphärisch und dunkel und der Sänger flüstert. Als Intro am Anfang der Scheibe hätte der Song für mich Sinn gegeben, aber nicht als eigenständiges Lied. "Blood soaked snow" und "Bitten by the long frosts of life" wechseln zwischen Midtempo und doomigen Passagen. Es gibt sehr gelungene Akustikparts und der cleane Gesang wird hin und wieder durch Geflüster unterbrochen. Damit bin ich allerdings schon am Ende der neuen Songs angelangt. Auf der Scheibe befinden sich im Anschluss noch fünf Live-Versionen von Klassikern der Band. Ihr Vorgängeralbum "Faustian dream" haben die Finnen im Jahre 2006 rausgebracht und sie sollen daran zehn Jahre gearbeitet haben. Da sich auf der aktuellen Scheibe nur vier neue Songs befinden, bedeutet das wohl, dass die Band für jedes Lied mindestens ein Jahr braucht. "Hope of Retaliation" ist ein gelungenes Album, aber vier Lieder auf eine Scheibe zu packen und dann mit Live-Stücken aufzufüllen, das muss - nach fünf Jahren Wartezeit seit der letzten Scheibe - ja wohl nicht sein. Ich habe ein komplettes Studioalbum erwartet, da ist die Ankündigung einer Midprice-Veröffentlichung nur ein schwacher Trost. (st)
- 7/10 -
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