BLEED FROM WITHIN - Humanity

VÖ: 24. Juli 2009
Rising Records

Nachdem die junge Band aus Glasgow bereits zwei EPs veröffentlicht hat, im letzten Jahr einen Plattendeal über fünf (!) Alben mit Rising Records abschließen konnte, und auf der Insel bereits als eine der Derb-Metal-Bands 2009 gehandelt wird, erscheint nun dieser Tage mit "Humanity" das Debut-Album von Bleed From Within.
Die Marschrichtung ist dabei klar abgesteckt: Musikalisch wildert man ein bißchen in The Black Dahlia Murder-Gefilden, irgendwo zwischen Deathcore und Grind, während man in Sachen Optik gewisse Parallelen zu Bring me the Horizon aufweist - beide Frontmänner sehen sich zum Verwechseln ähnlich. Der Core-Anteil in den Songs wird glücklicherweise nicht gänzlich vernachlässigt, sondern kommt u.a. bei "Messiah" oder "The fall of man" bestens zur Geltung.
Zwischen all den Hochgeschwindigkeits-Prügelattacken wie "Damnation" und "Save your prayers" sticht vor allem Fronter Scott Kennedy hervor, der sich durch die Songs kreischt und grunzt - inklusive allem, was die menschliche Stimme sonst noch für Töne zu erzeugen mag. Das alles steigert nicht nur das Aggressionspotential enorm, es macht auch unglaublich viel Spaß! Zeit zum Verschnaufen gibt es kaum - wozu auch? - abzüglich des Intros bleiben 10 Songs in 33 Minuten. Man kommt halt direkt zum Punkt. Etwas "ruhiger" wird's zwischenzeitlich nur bei "Monster", wo dann die spielerische Klasse dieser Band besonders zum Vorschein kommt. Alles in allem ein wirklich guter Hass-Batzen, der im übrigen von Karl Groom (u.a. Dragonforce) gemixt wurde, und zu jeder Sekunde zutiefst bedrohlich und brutal fett aus den Boxen wummert. Kleines Manko: Das Songwriting. Viele Songs oder Passagen sind eher schwer verdaulich und wollen sich (noch) nicht so richtig in die Gehörgänge fressen. Ausnahme (und Anspieltipp): "Servants of divinity" - dieser Song hat annähernd die Höchstnote verdient! Eine Band, die man im Auge behalten sollte...(maz)

- 7,5/10 -



 



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