VÖ: 09. April 2010 Roadrunner Records
Mehr als zehn Jahre existiert die Band aus Orange County/Kalifornien bereits, und auch wenn Sänger Brandan "Sheep" Schieppati das einzig verbliebene Gründungsmitglied ist, konnte sich die mittlerweile zum Sextett gewachsene Truppe eine Ausnahmestellung im teils arg überreizten Metalcore erarbeiten. Warum das so ist? Bleeding Through machen ihr eigenes Ding, und folgen keinem Schema. Wie schon beim letzten Album ("Declaration", 2008) sind auch auf dem selbstbetitelten sechsten Album wieder diverse Death, Thrash und sogar Black Metal-Einflüsse ("Your abandonment", "Breathing in the wrath") wahrzunehmen, und darüber hinaus erschafft das ebenfalls eher ungewöhnliche Keyboard (mit Blickfang Marta Peterson) einzigartige Klangflächen, die beim starken Opener "Anti-hero" oder auch bei "This time nothing is sacred" für das finale i-Tüpfelchen sorgen. Schön und gut, aber was ist mit Metalcore? Keine Sorge - alle Songs pflügen sich meist energisch durch sämtliche Metalcore- und Hardcore-Spielarten (hin und wieder mit leichten Punk-Anleihen), liefern jede Menge Breakdowns und Moshparts, und bieten vereinzelte wirklich großartige clean gesungene Refrains (wie z.B. bei "Salvation never found" oder "Divide the armies"), die mitunter sogar recht europäisch klingen. Bleeding Through öffnen mit ihrem neuen Album einmal mehr eindrucksvoll die Grenzen eines teils stagnierenden Genres, und machen "Bleeding Through" somit (fast) zu einem Pflichtkauf. (maz)
- 8/10 -
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