BLIND GUARDIAN - A twist in the myth

VÖ: 01. September 2006
Nuclear Blast

Nicht nur das Vorgängeralbum "A night at the opera" (2002), sondern auch "Fly", die Vorabsingle zum neuen Blind Guardian-Album, waren sicherlich nicht jedermanns Sache. Das waren zwar keineswegs schlechte Songs, Gott bewahre, aber alles in allem zu progressiv, zu sperrig, zu uneingängig und zu anstrengend.
Glücklicherweise gibt "Fly" nicht die Marschrichtung des kompletten Albums an, sondern bildet sogar eher sowas wie die Ausnahme. Blind Guardian haben es geschafft, trotz eines kräftigen Schrittes nach Vorne, wieder zurück zu ihrer genialen Eingängigkeit gefunden zu haben.
Gleich beim Opener "This will never end" fühlt man sich an "Imaginations from the other side"-Zeiten erinnert. Die ausgefeilten Songstrukturen und komplexen Arrangements ziehen sich wie ein roter Faden durch das gesamte Album.
Besonderes Highlight ist z.B. "Another stranger me" - ein äußerst kraftvoller Song, der gekonnt mir geradlinigen Gitarrenpassagen ebenso wie mit komplexen, von zahlreichen Rhythmuswechseln geprägten Sellen aufwartet. Weitere Highlights: Auf "Carry the blessed home", das sehr ruhige Töne anschlägt, kommt - ein wenig ungewöhnlich für Blind Guardian-Verhältnisse - ein Dudelsack zum Einsatz. Und "Straight through the mirror" dürfte wohl einer der eingängigsten Songs auf dem Album sein.
Sicherlich werden auch mit diesem Album die Fans der ersten Stunde wieder so ihre Problemchen haben, dennoch hat dieses Album definitiv mehrere Durchläufe verdient, um seine ganze Genialität entfalten zu können! (maz)

- 9/10 -


 



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