BRAINDRILL - Apocalyptic feasting

VÖ: 22. Februar 2008
Metal Blade

Blut spritzt, Gedärme fliegen - Familie Braindrill lacht! Lecker Cover und Songtitel wie "Gorification", "Swine slaughter" oder "Forcefed human shi**" - das riecht nach Grindcore, das schmeckt wie Grindcore: Das ist Grindcore. Bloß wie?! Denn diese kalifornischen Metzger treiben die musikalischen Genre-Vorgaben ad absurdum und mich dazu gleich in den Wahnsinn. Nicht nur, daß ex-Vital Remains Drummer Marco Pitruzella versucht sämtliche Geschwindigkeitsrekorde zu brechen und dabei mitunter Kataklysm-isches Niveau erreicht. Ober-erwähnenswert ist nämlich dazu noch Bass-Weirdo Jeff Hughell, der lockerst den Läufen von Gitarrist Dylan Ruskin folgen kann und oben drauf noch mit seiner offensichtlich selbst eingeführten zehn-Finger-Tapping-Technik am Siebensaiter mächtig imponiert. Überhaupt hat man zwischenzeitlich das Gefühl, daß diese Zombie-Truppe aus dem, was Nachwuchsgitarristen zum heutigen Mädels-Imponieren benutzen, gleich für ganze Songs verwendet - ganz krass hier ist "Bury the living". Schade nur, daß fast schon erleichternde Ansätze wie der Anfang von "Revelations" die totale Ausnahme bleiben. So müssen Braindrill wohl klingen. Mir ist das etwas zu anstrengend. Doch zumindest kann ich hier mehr ernstzunehmendes Potenzial ausmachen, als bei anderen Möchtegern-Krachmachern.
Nur für Sickos, denen Kataklysm zu viel Mainstream sind. (sw)

- 7/10 -



 



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