BURDEN OF GRIEF - Follow the flames

VÖ: 02. Juli 2010
Massacre Records

Fast auf den Tag genau vor 15 Jahren haben Burden Of Grief ihr erstes Konzert gespielt, und vor 10 Jahren erschien mit "Haunting requiems" ihr Debutalbum. In der Zwischenzeit hat sich zwar viel im Lager der hessischen Band getan, aber der ganz große Durchbruch wollte sich irgendwie nie so wirklich einstellen. Nach zwei Alben bei Remedy Records, u.a. dem etwas ungewöhnlichen "Death end road" (2007), ist man wieder zurück bei Massacre Records, und überlässt nichts dem Zufall. Ein Jahr Auszeit für "Follow the flames" - dem nunmehr 5. Album, und als Produzenten konnte man Dan Swanö gewinnen.
Burden Of Grief spielen nach wie vor melodischen Death-/Thrash-Metal, der zwischendurch mal ein bißchen an neuere Arch Enemy erinnert ("Disruption of a confused mind"), und auch mal ruhigere Passagen aufweist ("Doomed to fail"). Jeder der elf Tracks groovt und rockt zwar ohne Ende, aber hier und da hätte ich mir noch so den letzten Kick gewünscht. Bei einigen Songs bleibt auch nach mehreren Durchläufen irgendwie wenig hängen, mit Ausnahme des wirklich starken "Rise like a phoenix".
Und als wären ein oder zwei Bonustracks nicht genug, darf man sich gleich auf eine ganze Bonus-CD mit 8 Coverversionen (!) aus 40 Jahren Metal- und Rockgeschichte freuen. Doch die sind meiner Meinung nach nicht durchweg gelungen. Man hat sich zwar mit Gerre (Tankard), Sabina Classen (Holy Moses) und auch Dan Swanö himself Verstärkung am Mikro geholt, aber bei den Burden Of Grief'schen Versionen von "Break on through" (The Doors), "Fool for your loving" (Whitesnake) oder "Valhalla" (Blind Guardian) wird mir echt etwas flau im Magen. Demgegenüber sind "Aces high" (Iron Maiden), "The four horsemen" (Metallica) oder auch "Refuse/Resist" (Sepultura) völlig in Ordnung. Aber da man einem geschenkten Gaul bekanntlich nicht ins Maul schaut, ist diese Bonus-CD zweifelsfrei eine Bereicherung. (maz)

- 7,5/10 -



 





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