VÖ: 06. Mai 2011 Ván Records
"Hast du jemals darüber nachgedacht, wie schwer eine Burg ist?" - das Presseinfo stellt gute Fragen. Aber auch ist nicht jede Burg schön. Diese hier ist viel mehr mystisch, etwas unheimlich, manchmal ein wenig verschachtelt und - um auf die Frage zurück zu kommen - verdammt heavy. Dieses Trio aus San Francisco liebt seine alten Helden wie Black Sabbath und Pentagram. Viel Doom gibt es zwar nicht ("Lost queen" bedient die SloMo-Fraktion sehr lebendig), dafür wird auf sehr magische Weise gerockt. "Slave of the pharaoh", "Spellbinder" oder "Butcher of Los Angeles" grooven mit prägnanten Riffs verdammt amtlich. Das abschließende "Devil's castle" wartet gar mit Slayer-artiger Gitarrenarbeit in den Strophen auf. Und auch so manche Doublebass im sehr organischen Sound sorgt beim Hörer für nervöses Mitwippen. Die gesangliche Führung durch "In witch order" kommt übrigens von einer Frau namens Elizabeth Blackwell. Fast wie eine Hexe beschwört sie die adaptierten Texte von William Blake und Charles Baudelaire. Insgesamt also eine Burg, die nicht unbedingt eine wahre Schönheit, dafür aber interessant und für manche Überraschung gut ist. (sw)
- 7,5/10 -
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