VÖ: 26. Februar 2010 Massacre Records
Catamenia aus dem finnischen Oulu sind auch so eines dieser Phänomene: Vor 15 Jahren (!) gegründet, durchweg gute Alben abgeliefert, aber der ganz große Durchbruch blieb bis heute irgendwie aus. "Cavalcade" ist nun das mittlerweile neunte Album der Band, die ihre Wurzeln zwar zweifelsfrei im melodischen Black Metal hat, aber wegen ihrer - von Album zu Album unterschiedlich starken - Einflüsse von Pagan- und Nordic-Metal (NICHT Viking-Metal!), als einer der Wegbereiter dieser Szene gelten. "Calcade" knüpft dabei grob an den Vorgänger "VIII - The time unchained" (2008) an. Man bewegt sich meist im düster-schwarzmetallischen Midtempo, präsentiert dabei amtlichen Headbangerstoff (den Titelsong), huldigt Dimmu Borgir/Old Man's Child ("Silence"), und haut nebenbei absolut fantastische Refrains raus, etwa wie bei "The path that lies behind me" (der großartigste Refrain seit Monaten!), oder den nicht weniger amtlichen zweistimmigen (clean/growl) Refrain bei "Post mortem". Trotz aller Härte fügt sich selbst eine Halbballade wie "The vulture's feast" perfekt in das Gesamtwerk des Albums. Catamenia verstehen es unumstritten, eine ganz eigene nordische Stimmung zu erzeugen, haben ein ausgezeichnetes Händchen für Melodien, und die Songs bewegen sich durchweg auf hohem Niveau. Da klingt man mal wie neuere Satyricon, und dann wieder wie Sentenced, was aber nicht nur am Gastauftritt von Ex-Sentenced-Sänger Ville Laihiala bei "Blood trails" liegt. Als i-Tüpfelchen präsentiert man als Abschluss des Albums eine wirklich gute, und ganz eigene Version von Megadeth's "Angry again". Verdammt, so stark hatte ich Catamenia gar nicht in Erinnerung... (maz)
- 8/10 -
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