VÖ: 26. August 2011 Steamhammer
Nach dem von Fans und Kritikern eher etwas verhalten aufgenommenen "The infection" (2009) und dem Weggang von drei Bandmitgliedern in der folgenden Zeit, zählte auch ich zu den Leuten, die etwas skeptisch waren, ob es die Cleveland-Brutalos nochmal schaffen würden, die Kurve zu bekommen und den drohenden Untergang der Band abzuwenden. "The age of hell" ist nun das sechste Studioalbum in zwölf Jahren Bandgeschichte, das von den drei verbliebenen Bandmitgliedern im Alleingang (!) eingespielt wurde, bevor man sich nun wieder zum Sextett komplettiert hat. Der Opener und Titelsong kommt sogleich als typischer Chimaira-Song daher. Modern Metal trifft auf Neo Thrash und etwas Metalcore (wobei letztere Bezeichnung der Band nun wirklich kaum gerecht wird). "Clockwork" überrascht mit einer längeren und ruhigen Passage sowie leicht an Fear Factory erinnernden cleanen Vocals, "Losing my mind" zündet zwischendurch immer wieder durch Midtempo-Headbanger-Parts, und "Time is running out" (Hit!) und vor allem auch "Year of the snake" erinnern deutlich an Machine Head. Das schleppende "Beyond the grave" entpuppt sich dabei als starke Powerballade, die erst gegen Ende an Tempo zulegt. Aufgelockert werden die zwölf Titel neben vielzähligen Einfällen und reichlich Abwechslung durch das kurze instrumentale Intermezzo "Stoma" und vor allem durch das abschließende und über 6-minütige Instrumental "Samsara", das nochmal eindrucksvoll das ganze Können der Truppe aufzeigt. Auch wenn "The age of hell" sicherlich nicht das nächste Zeitalter der Hölle einleiten wird, aber Chimaira melden sich mit ihrem sechsten Album überraschend stark zurück. (maz)
- 8/10 -
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