VÖ: 30. Oktober 2009 Candlelight Records
Sepultura bekommen Konkurrenz aus dem eigenen Land. Die seit 13 Jahren existierenden Claustrofobia haben auf jeden Fall verdammt gute Gründe an Bord, um mit ihrem Album am letzten Sepultura-Output "A-Lex" vorzuziehen. Ihre räudige Mischung aus Thrash/Hardcore/Death hat so ein überzeugendes und konsequent hohes Aggro-Level, daß man nur anerkennend Beifall (oder was anderes) klatschen kann. Die Band hat starke 90er-Affinität, gibt sich rhythmisch sehr variabel (vom Groove bis zum High End ist alles dabei) oder pflügt manchmal deathig durchs Unterholz. Das tiefe, kraftvolle Gebelle von Sänger/Gitarrist Marcus D'Angelo hilft da auch noch nach. Klar, daß auch Sepultura ihre Spuren hinterlassen - speziell die im modifizierten Kisser-Sound vorgetragenen fürstlichen Soli und (quasi natürlich) das Cover von "Benath the reamains". Alles echt erstklassig. Nur beim völlig unnützen Instrumental "Nóia" solltet ihr einfach sofort weiter skippen. Ich war eher versucht, keine 8 Punkte zu geben, denn dazu fehlen eigentlich der eine oder andere herausstechende Track. Das oldschoolige "Don't kill the future" oder der unberechenbare Titelsong loten die Grenzen dahin aber schon sehr gut aus. Aber "I see red" höre ich wirklich lieber als die letzte Sepultura. Also, hol's der Geier. Ist jedenfalls eine sehr gesunde Art "rot zu sehen". (sw)
- 8/10 -
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