VÖ: 09. April 2010 Roadrunner Records
Den roten Faden hinter den einzelnen Coheed and Cambria-Alben habe ich mittlerweile gänzlich verloren. "Year of the black rainbow" stellt als nunmehr 5. Album der Truppe um Bandkopf Claudio Sanchez den Abschluss und zugleich die Vorgeschichte der "The Amory Wars"-Story dar. Auf den bisherigen fünf Alben der Band wird die Geschichte des Ehepaares Coheed und Cambria Killgannon erzählt, das auf einem fernen Planeten lebte, und als Wächter von 78 Solarsystemen fungierte. Ähm ja ... also mir persönlich ist dieser ganze Science Fiction Hokus Pokus dann doch etwas zuviel des Guten. Musikalisch stösst man auf "Year of the black rainbow" glücklicherweise aber nicht in fremde Galaxien vor. Die Herren verstehen es nach wie vor, ihren meist bombastischen progressiven Rock mit der nötigen Portion Metal mit Pop-Appeal und unterschiedlichsten Klangeffekten zu veredeln. Heraus gekommen ist dabei ein äußerst stimmiges, komplexes und in höchstem Maße feinst ausgearbeitetes Kunstwerk, das neben großartigen und knackig kompakt wirkenden Songs wie "The broken" und "Here we are Juggernauts", auch richtige Hits wie "World of lines" zu bieten hat. Dazwischen gibt es allerlei Interessantes zu entdecken: Das eher düster und teils schleppend wirkende "Made out of nothing", die leicht spacige Ballade "Pearl of the stars", das riffstarke "Far", und der abschliessende und überlange quasi Titelsong "The black rainbow", der nochmals alle Register zieht, und einen grandiosen, sowie bedrohlich-düsteren Abschluss bildet. "Year of the black rainbow" kann zwar nicht mehr ganz so viele Überraschungsmomente wie seine Vorgänger (speziell "In keeping secrets of silent earth: 3", 2003) bieten, ist aber zweifelsohne das nächste kleine Meisterwerk einer Ausnahmegruppe. (maz)
- 8,5/10 -
|
|
|