VÖ: 13. Oktober 2006 Roadrunner
Ein wenig ruhig geworden war es um die Briten. Doch mit "Thornography" meldet sich Obervampir Dani Filth mit seinen Mannen nach dem starken Vorgängeralbum "Nymphetamine" (2004) eindrucksvoll wieder zurück. Eindrucksvoll deshalb, weil "Thornography" ziemlich genau da weitermacht, wo "Nymphetamine" aufgehört hat und sogar noch eine Schippe drauflegt. Gleich nach dem Intro brettert "Dirge inferno" aus allen Boxen. Ein perfekter Einstieg. Eine Verschnaufpause gibt es auf diesem Album nicht, wozu auch. "Tonight in flames" fällt besonders durch seine für CoF-Verhältnisse sehr ungewöhnliche Gitarrenarbeit auf, und selbst das "gefürchtete" Duett mit HIM-Fronter Ville Valo ist wirklich genial! Ein besonderer Leckerbissen ist der Song "The foetus of a new day kicking", ein typischer CoF-Midtempo-Kracher mit einem wirklich perfekt eingängigen Refrain. Besonders erwähnenswert ist noch das Instrumentalstück "Rise of the pentagram", welches neben mehreren Tempi-Wechseln u.a. auch mit einem wunderschönen Geigenspiel aufwartet. Einziger Minuspunkt dieser CD ist für mich die Heaven 17-Coverversion "Temptation". Auch wenn CoF bisher eigentlich immer ziemlich gute Coverversionen gezaubert haben, aber was man sich bei diesem Song gedacht hat, bleibt mir ein Rätsel. Wirklich schlecht ist der Song zwar nicht, aber irgendwie will der Funke zu mir nicht überspringen. Egal. Alles in allem ein nahezu perfektes Cradle-Album. Zwar definitiv keine Rückbesinnung auf alte (Black Metal-) Zeiten, aber dennoch ein modernes CoF-Album, wie es eigentlich kaum besser klingen kann, was sicherlich auch mit an Top-Produzent Andy Sneap liegt. (maz)
- 9/10 -
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