CREMATORY - Infinity

VÖ: 29. Januar 2010
Massacre Records

Ob man Crematory nun mag oder nicht, aber auf die deutschen Urgesteine des Gothic Metals ist nach wie vor Verlass. Obwohl man diesmal ein ganzes Stückchen brachialer und düsterer als noch auf "Pray" (2008) oder "Klagebilder" (2006) zu Werke geht, bekommt der Fan der Truppe, genau das, was er erwartet. Da wird nicht experimentiert, sondern höchstens verfeinert. Eingängige stampfende Songs wie "Never look back", dazu der typische Wechselgesang zwischen Felix und Matthias - teils in deutsch - und auch die obligatorische Cover-Version ist wieder vertreten. Diesmal präsentiert man Depeche Mode's "Black celebration" als clubtaugliche Goth'n'Roll-Nummer. Also alles beim Alten? Eigentlich ja. Und dennoch schaffen es Crematory dann doch irgendwie, sich nicht bloß einfach selbst zu kopieren, sondern immer wieder mit frischen Akzenten zu punkten ("Broken halo"), oder plötzlich ungewöhnlich thrashig zu klingen ("Where are you now"). Crematory haben ihre feste und große Fanbase, die auch von "Infinity" wieder begeistert sein wird. Ob man neue Fans hinzugewinnen kann, bleibt abzuwarten, aber selbst mir gefällt das Album im Nachhinein dann doch besser, als erwartet. Wenn das mal kein gutes Zeichen ist... (maz)

-8/10 -



 



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