VÖ: 04. April 2008 36 Music
Heutzutage ist hüpf- und pogokompatibler Core-Sound ja eigentlich nur noch durch Bands wie Soulfly und ähnliche Verdächtige attraktiv. Dagegen ist auch nichts einzuwenden. Das macht die Auswahl kleiner und der geneigte Fan findet vielleicht schneller den Zugang zu Cross X aus dem Süden Deutschlands. Gegründet 1997, mit der nun dritten CD seit dem Debüt 2001, zeigt sich die Band mit verdammt großem Aggressionspotenzial irgendwo zwischen eben Soulfly (speziell wegen Shouter Nico), manchmal sogar Machine Head oder 'zahmeren' Hatebreed. Doch selbst auf dieser Mischung ruht sich das Quartett nicht aus und bringt immer wieder gesanglich wie instrumental Clean-Passagen ein, die dem Material definitiv mehr Tiefe verleihen. Der Titeltrack geht da mit seinem akustischen Wechselbad als gutes Beispiel voran. Ansonsten regieren kräftige Grooves, angenehm tiefe Gitarren und eine variable Gesangspalette von Sprech-Parts bis zum Hardcore-Shouting. Es wird auf jeden Fall nicht langweilig. Mit "G.N.W.P." (Good Night White Pride) bezieht man noch kurz politisch eindeutig Stellung, bevor der Überraschungssieger der 13 Songs am Schluß noch mal alle Facetten der Band zeigt und der Scheibe einen starken aber auch recht emotionalen Abschluss gibt. Ich bin beeindruckt. (sw)
- 7,5/10 -
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