VÖ: 25. März 2011 AFM Records
Ex-Lehrer Thomas Gurrath ist mit seinem Ein-Mann-Projekt Debauchery zurück, und behauptet nun ganz selbstbewusst, mit seinem neuen Album "Germany's next Death Metal" abgeliefert zu haben. Nun, im Hause Debauchery legt man abseits der Musik ja vor allem Wert auf zwei Dinge: "Blut und Titten" (Zitat Presseinfo). Und auch im Falle des nunmehr siebten Albums könnte man getrost wieder einen dicken Extrapunkt für Coverartwork und den genialen Titel geben. Rein musikalisch betrachtet sieht das Ganze dann aber schon wieder etwas nüchterner aus: Die meiste Zeit groovt man sich durch das Six Feet Under'sche Midtempo, mit nur gelegentlichen Geschwindigkeitsausbrüchen nach oben, und genau das ist auf Dauer etwas ermüdend. Zugegeben, Titel wie "Zombie Blitzkrieg" oder der mit dem dreist geklauten Intro (AC/DC's "Hells bells" lässt grüßen) eröffnende Titelsong grooven wie Sau, aber leider sind die Songs schlicht und einfach zu simpel gestrickt. Ich bin zwar durchaus ein Freund von eingängigen Refrains, aber zig Mal das gleiche Wort bzw. den gleichen Satz zu wiederholen ist dann doch etwas zu banal (u.a. bei "Warmachines at war"). Wirklich punkten können dann allerdings die beiden flotten Thrasher "Bloodslaughter onslaught" und "Death will entertain" (Hit!), aber unmittelbar danach verfällt man dann wieder in die allgegenwärtige "Six Feet Under meets AC/DC"-Lethargie. Insgesamt ein absolut ordentliches Death'n Roll-Album, das aber eines zweifelsfrei sicherlich nicht ist, nämlich Germany's next Death Metal. (maz)
- 7,5/10 -
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