DECEMBER FLOWER - Where All Life Ends...

VÖ: 09. Dezember 2011
Cyclone Empire

Ein Blick auf das Cover reicht aus, um die musikalische Marschrichtung zu erahnen. Der Sensenmann, die Ruinen, die Schriftart, generell das dunkle Blau - richtig, December Flower lieben Schweden, kommen aber aus good old Germany und erinnern mich an Zeiten, in denen sich Night In Gales oder Burden Of Grief (in ihren Anfangstagen) anschickten, ein deutsches Pendant zu u.a. Dark Tranquillity, Gates Of Ishtar oder Unanimated zu kreieren. Auf "Where All Life Ends…" wird der geneigte Fan allerlei Reminiszenzen an diese Tage finden. Manchmal sogar fast zu deutlich. Gerade das Instrumental "Dying Sun" birgt Parallelen zu "Into The Dead Sky" von At The Gates in sich. Dazu erlaubt man sich einen sich gerne einschleichenden Fauxpas, in dem man in "As Darkness Reigns" das eh schon zig Mal adaptierte Dismember-Riff von "On Frozen Fields" abermals modifiziert. Doch all das sind wieder nur höchst charmante Nichtigkeiten, wenn man sich brutalen als auch melodischen Geschossen wie "The Apprentice", "Aeon", "Life Ends" oder "Despise Your Life" hingibt. Darüber hinaus arbeitet der Fünfer tempomäßig auch gerne im Blast-Bereich, was aufgrund der Präzision einen Vergleich zu The Duskfall zulässt. December Flower haben die Essenz der damaligen schwedischen Bewegung völlig verinnerlicht. Zum Schluss von mir noch sehr hohen Respekt, da die Band das Album im eigenen Proberaum komplett aufgenommen (!), produziert (!!) und gemischt (!!!) hat. Und der Sound kann sich wirklich hören lassen! Die angesprochene Zielgruppe sollte sich "Where All Life Ends…" also schleunigst auf den Weihnachts-Wunschzettel schreiben. (sw)

- 8/10 -



 



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