VÖ: 30. Oktober 2009 Candlelight Records
Onslaught, Artillery, Whiplash - ja, es sind schon einige gut- bis erstklassige "zweite Reihe"-Thrashbands der 80er heutzutage noch mal zu Ehren gekommen. Mal sehen, ob das bei den Thrashern Defiance auch klappt. Mit Sänger Steev Esquivel (auch Skinlab), Gitarrist Jim Adams und Bassist Mike Kaufmann sind sogar drei Mitglieder an Bord, die vormals in die Band involviert waren. An den Drums sitzt nun Mark Hernandez (ex-Vio-lence, Forbidden). Und was soll ich sagen, es scheint, als bliebe selbst nach 15 Jahren Abstinenz alles beim Alten. Die Mucke hält sich hauptsächlich im nicht langweilig werdenden Midtempo-Groove auf, der in vielen Fällen für die coolen, ausgefeilten Soli angehoben wird. Überhaupt ist die Gitarrenarbeit als vorzüglich zu bezeichnen. Doppel-Leads wie in "The war inside" oder so manche Akustik-Passage sind immer ein schöner Gegensatz zum Härte-Niveau der Scheibe. Auch Esquivel trägt seinen Teil wieder dazu, in dem er nicht nur ziemlich kraftvoll markant shoutet, sondern seinen Stimmbänder auch immer wieder überraschende Melodien entlockt - man höre hier das an Testament erinnernde "Eyes of the front". Nur einen Hit gibt es auf "The prophecy" nicht, dann wäre mit Sicherheit noch etwas mehr drin. Ein tolles Comeback ist es trotzdem. (sw)
- 7,5/10 -
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