VÖ: 26. Februar 2010 Massacre Records
Da brat' mir doch einer 'nen Storch! Das furztrockenste Doublebass-Riff seit Slayer's "Angel of death" und Anvil's "Doctor Kevorkian" fegt im Opener "Demon class" erst mal sämtlich Poser von der Piste, und trifft mich frontal. "Ghost hunt" setzt mit einer coolen Hookline gleich nahtlos an. Ich liege bereits erschlagen in der Ecke. Doch diese dänisch/amerikanische Freundschaft um Mercyful Fate-Gitarrist Hank Shermann und die beiden Forbidden-Recken Craig Locicero (guitar) und Mark Hernandez (drums) gibt einen feuchten Kehricht auf meine Gesundheit, und stampft mit "My tongue" weiter munter durch meine Magengegend. Danach muss ich u.a. mit coolen Tempowechseln kämpfen ("Lucious damned", "Palace of glass"), erachte die dezenten Annihilator-Anleihen in "Alien six" fast als Erleichterung, nur um mich von "Fast and furious" abermals niederstrecken zu lassen. Das 8-minütige Abschluss-Instrumental "Astronomica" hat es in Sachen Atmosphäre und Solo-Exzessen noch mal richtig in sich und rundet einen gnadenlosen, herrlich aggressiven 10-Tracker ab. Unerwartetes Fazit: Drauf zu dreschen wie Slayer haben viele versucht und einige vielleicht auch geschafft (rein subjektiv betrachtet - keiner). Aber diesen morbiden Unterton der z.B. ein "Seasons in the abyss" zu jeder Sekunde unberechenbar machte, DAS schaffen gaaanz weinige. Mit einer superben Mischung von altbekannten Zutaten, einer alles wegdrückenden Produktion und einem bärenstarken Klaus Hyr (mit Araya-ähnlicher Bissigkeit!) sind Demonica ziemlich nah dran. Ziemlich … 8,5 fett unterstrichen! (sw)
- 8,5/10 -
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