VÖ: 15. April 2011 Cyclone Empire
Bei Mutti schmeckt es doch am besten. Soll heißen - traditionelle Sounds klingen vom Original auch immer noch am besten. Da Demonical drei Herren der verblichenen Centinex beherbergen (die man definitiv mit zur Basis des schwedischen Death Metal zählen kann), geht das also in Ordnung. Und mit ihrem dritten, perfekt betitelten Album lehren sie den gesamten Nachwuchs das Fürchten. Hier gibt es mit standesgemäß knarzigem Gitarrensound die fiesen, schnellen Schlitzer wie "The arrival of armageddon", "Ravenous", "Through hellfire" oder "Darkness awaits", dessen Anfangsriff Dismember nicht besser hinbekommen hätten und welches mit einem (Vorsicht - Zungenbrecher!) typisch-schwedisch-hymnischem Finish aufwartet. Das Quartett ist aber clever genug, nicht auf Teufel komm raus die alte Schiene runter zu nudeln. Neben dem stampfenden "All will perish (The final liberation)" oder der Donnerkugel "Slain warriors" hat man mit "March for victory" einen süchtig machenden Hit am Start, der nicht nur vom Titel her an uralte Amon Amarth erinnert. Das Wort "Kopie" wird aber ganz pronto gestrichen. Nein, ich kann auf "Death Infernal" einfach keinen Schwachpunkt entdecken. Das ist die pure Leidenschaft! Digipack- bzw. Vinyl-Fetischisten dürfen sich zusätzlich noch über das atmosphärische "From northern shores" und das Emperor-Cover "Night of the graveless souls" freuen. Diesen Black Metal Knaller mal im Elchtod-Gewand zu hören, hat echt seinen Reiz! Genau wie das gesamte Album. Sofort kaufen! (sw)
- 9/10 -
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