DESULTORY - Counting our scars

VÖ: 21. Januar 2011
Pulverised Records

Manchmal kommen sie wieder … die Schweden Desultory haben mit "Into eternity" (1993) und "Bitterness" (1994) zwei großartige Death Metal-Scheiben in die Welt geworfen, die auch heute noch den damaligen Lobeshymnen Stand halten. Nur mit dem Drittwerk "Swallow the snake" tat zumindest ich mich schwer, hatte die Scheibe kaum noch etwas mit seinen Vorgängern zu tun. Doch schieben wir das einfach beiseite und stellen mit breit grinsender Miene fest, dass "Counting our scars" genau das Album geworden ist, welches der geneigte Fan von seinen Desultory hören will. Alles kommt einem so wohlig, wie über Jahre gereift, vertraut vor - wohlgemerkt im Veröffentlichungs-überfluteten neuen Jahrtausend - und doch wird hier nicht blindlings kopiert. Nein, mit Desultory ist einfach noch ein Original am Werke, welches die Basis mit der Muttermilch aufgesogen hat. Alles ist da - die klassischen Death- und Thrash Riffs (völlig geil - "This broken halo"), das charakteristische Drumming von Thomas Johnson, das kraftvolle Organ von Klas Morberg und auch die gefühlvollen Leads und Melodien (heute durch den damaligen Bassisten Hakan Morberg - Stefan Pöge fehlt). Die Band hat die Essenz aus "Bitterness" genommen und sie mit der unbändigen Power von "Into eternity" vereint und somit einfach mal eben über 15 Jahre Durststrecke mit markerschütternder Überzeugung platt gewalzt. Das Death Metal-Zepter wird also wieder mit eiserner Faust geschwungen - vom wuchtigen Eröffnungsdoppel "In a cage"/"Countig our scars" bis zum furiosen Rausschmeißer "A crippling heritage".
Nun, noch eine Reunion einer Band, die keiner (mehr?) kennt?! … aber wer sie kennt, wird sich … also ich freue mich auf jeden Fall wie Oskar über so ein fantastisches Comeback-Album. (sw)

- 9/10 -



 



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