VÖ: 24. Juni 2011 MDD
Alles, was auf der Metal-Landkarte östlich von Polen liegt, ist hierzulande kaum bis gar nicht bekannt und hat dadurch natürlich einen entsprechenden Exotenfaktor. Bei Deviant Syndrome aus Russland ist das nicht anders. Wobei die vier Herren und die eine Dame (am Keyboard) rein musikalisch als reinrassige Finnen durchgehen würden. Ihr Debütalbum "Inflicted deviations" ist klassischer Melodic Death Metal der Marke Children Of Bodom, Norther, Kalmah & Co. - mit vereinzeltem schwarzmetallischem Hauch und vielen (typischen) Leads. Das klingt zwar nun nicht wirklich spektakulär und ist es - zugegeben - auch nicht, dennoch verstehen es die Russen, ein technisch durchaus ansprechendes und qualitativ gutes Album abzuliefern. Man agiert meist mit durchgetretenem Gaspedal, so dass man zwischenzeitlich für jede noch so kurze Verschnaufpause dankbar ist - wie beim extrem Children Of Bodom-lastigen "Consequence" oder dem knapp 9-minütigen und fast schon progressiven "Liberation". Was hier lediglich fehlt, wäre noch der eine oder andere wirkliche Knaller, mit dem Deviant Syndrome aus der Masse herausstechen würden. Dennoch: Für Fans der bereits erwähnten Bands könnten sich die Russen als kleiner Geheimtipp entpuppen. (maz)
- 7/10 -
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