DEVILISH IMPRESSIONS - Simulacra

VÖ: 27. Juli 2012
Lifeforce Records

Schon kurios: Devilish Impressions sehen nicht nur wie Behemoth aus, sie kommen ebenfalls auch aus Polen. Und Behemoth-Bassist Tomasz 'Orion' Wróblewski gibt sich beim (mir leider nicht vorliegenden) Bonustrack "Prince Of The East" sogar höchstpersönlich die Ehre. Doch musikalisch macht dieses Trio dann doch ein bisschen etwas Anderes. Symphonischer Black Metal, der regelmäßig an Dimmu Borgir erinnert, hier und da einen Hauch Death Metal versprüht, aber an die Klasse der Norweger zu keiner Zeit anknüpfen kann. Die schwarzmetallischen Vocals von Fronter und Gitarrist Quazarre wirken auf Dauer etwas monoton, die zwischenzeitlichen cleanen Parts etwas arg künstlich theatralisch und eine wirklich düstere oder gar bedrohliche Atmosphäre vermag das Trio ebenfalls kaum zu erzeugen. Dafür klingt vieles schlicht und einfach zu glatt und harmlos. Songs wie der Opener "Icaros" oder auch das leicht hitverdächtige "The Scream Of The Lambs" sind zwar durchaus kleine Highlights und auch die abschließende instrumentale Ballade "Solitude" wissen durchaus zu gefallen, aber der Rest kommt über Mittelmaß kaum hinaus. Besonders "ungünstig": Wenn's mal etwas ruhiger und der Klargesang fast schon zerbrechlich wird (z.B. "Lilith"), driftet man leicht in Dark/Gothic Rock-Gefilde ab, wo man sicherlich gar nicht hinmöchte. Wer neuere Dimmu Borgir mit ihrer symphonischen Ausrichtung mag, sich am Fehlen von aggressivem und Atmosphäre erschaffendem Tempo, sowie wirklich herausstechenden Songs (= "Hits") nicht stört, dem könnte dieses dritte Album der Polen vielleicht gefallen. (maz)

- 6,5/10 -


 



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