VÖ: 22. Mai 2009 Inside Out
Daß der gute Heavy Devy doch nicht die Finger von der Musik lassen kann, ist ein wahrer Segen. Unter dem Namen Devin Townsend Project lässt er es wirklich opulent krachen. Das vorliegende "Ki" ist der Beginn einer vier CDs umfassenden Veröffentlichungsreihe, die mit "Ki" zwar ziemlich verhalten beginnt, aber trotzdem einfach nur überwältigend ist. Alles klingt so frisch, so neu und doch unverkennbar Townsend. "Ki" ist "Accelerated evolution" für's Lagerfeuer, "Terria" in den Himmel gehoben und noch vieles mehr. Ein 66 Minuten-Trip in eine vollkommen andere, trotzdem erdige und organische, den Hörer förmlich vereinnahmende Welt, in der Aggression zwar angedeutet, aber nicht ausgelebt werden, weil es nicht notwendig ist. Wie das geht? Der Song "Ki" ist das beste Beispiel, die Quintessenz der Absicht des Albums - so ruhig und doch so fröhlich mit diesem wahnsinnigen Spannungsbogen am Ende. Bei "Terminal" auf dem Sofa liegend einfach die Augen schließen und spüren, wie jeder einzelne Ton den Körper mit Wärme füllt. Bei "Trainfire" ein bißchen swingen, bei "Heaven send" dem "Ki"-Rock frönen, bei "Disruptr" den Kater bezwingen und nach "Demon league" von einer der schönsten Reisen der letzten Jahre zurückkommen und sich wünschen, man wäre dort geblieben. Ich fahre sofort wieder los... Devin Tonwsend ist zurück und präsentiert sich der Konkurrenz (welche?) wieder meilenweit voraus, mit einem Album, das zum aktuellen Zeitpunkt nicht ehrlicher sein könnte. Wer weiß was auf den nächsten drei Alben passiert?! Sie werden wohl wie "Ki". Und "Ki" ist grandios! (sw)
- 9/10 -
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