VÖ: 27. April 2007 Nuclear Blast
Lange hat's gedauert - fast 4 Jahre - bis die norwegischen Düsterheimer mit "In sorte diaboli" ihr 8. Album präsentieren. Beim ersten flüchtigen Durchhören fällt sofort auf, daß der orchestrale Bombast, der das Vorgängeralbum "Death cult armageddon" ein bißchen arg dominierte, sehr stark zurückgeschraubt wurde. Stattdessen wirkt alles viel komplexer und ausgereifter. Der Opener "The serpentine offering" - zweifelsohne einer der stärksten Songs des Albums - ist ein mehr als gelunger Start und weisst hier und da gewisse Ähnlichkeiten mit "Progenies of the great apocalypse" vom Vorgängeralbum auf. Melodie, Eingängigkeit, Aggression und Härte, zwischendurch cleane Vocals, und ein Wechselspiel zwischen Midtempo-Passagen und dem Doublebass-Gewitter von Hellhammer. Und genau das ist es, was den Sound von Dimmu Borgir mittlerweile ausmacht, und sich auch bei "In sorte diaboli" fast schon wie ein roter Faden durch dieses Konzeptalbum zieht. In so gut wie jedem Song blitzen hier und da wahre Highlights auf. Sei es der grandiose Refrain bei "The sacrilegious scorn", das tolle Riffing bei "The sinister awakening", die Blastbeat-Attacken bei "The fundamental alienation" und vieles mehr. Einzig das knapp 3-minütige instrumentale Zwischenstück "The fallen arises" hätte man sich nun wirklich sparen können. Unterm Strich liefern Dimmu Borgir mit "In sorte diaboli" ein wahres Meisterwerk ab, das dem Vorgänger "Death cult armageddon" definitiv in Nichts nachsteht. Die "wahren Black Metaller" werden das Album (wie immer bei Dimmu, Cradle & Co.) hassen und/oder belächeln, die Fans werden dieses Album lieben, und meine Wenigkeit zieht den Hut u.a. vor diesem glasklaren und verdammt fetten Sound! Klasse! (maz)
- 9/10 -
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