VÖ: 21. Mai 2010 Massacre Records
20 Jahre Disbelief - das ist eine verdammt lange Zeit. Schlicht und einfach "Heal" wurde das 9. Album im laufenden Jubiläumsjahr getauft, und dafür hat man sich ein paar ein Ideen einfallen lassen. So findet sich auf dem Album z.B. eine Neueinspielung des Titels "Shine" (vom gleichnamigen Album aus dem Jahre 2002) wieder, der in der heutigen Variante natürlich noch ein Stückchen druckvoller und frischer klingt. Wirklich neue Titel gibt es 4 an der Zahl, wobei neben dem starken Opener "The eyes of horror" vor allem das mächtige "The last force-attack" hervorsticht. Musikalisch - typisch für Disbelief - bewegt man sich einmal mehr im groovenden Midtempo, mit nur vereinzelten Geschwindigkeitsausbrüchen, irgendwo in der Schnittmenge aus teils vertracktem Death Metal mit einer ordentlichen Portion Thrash. Wirklich interessant sind die 3 Coverversionen, die "Heal" zu einer abwechslungsreichen und runden Sache machen: Da wären die stark umgesetzten "Welcome home" von King Diamond und "Red sharks" von Crimson Glory - beides aus dem Jahre 1988. Als kleines Highlight erweist sich aber "Love like blood" (1985) von Killing Joke - für mich ohnehin einer der stärksten Songs aus der 80er Pop & Wave-Ära. Diese Version glänzt durch eine recht originalgetreue Umsetzung, und die für Disbelief-Verhältnisse sehr ungewöhnliche Gesangsdarbietung von Karsten 'Jagger' Jäger. "Heal" ist für Fans ohnehin ein Pflichtkauf, und auch für Neueinstieger uneingeschränkt empfehlenswert, nicht zuletzt auch durch das breite musikalische Spektrum, dass Disbelief hier abdecken. (maz)
- 8/10 -
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