DR. ACULA - Nation

VÖ: 22. Juni 2012
Victory Records

Da ich Dr. Acula bereits kannte (da allerdings noch mit altem Sänger), war ich sehr gespannt auf das neue Werk aus dem - ich nenn es mal "experimentierfreudigen Deathcore"-Genre - und so kam es, dass die sechs New Yorker mich tatsächlich überraschten. Leider nicht unbedingt im positiven Sinne. Zunächst einmal gibt es mit dem neuen Lead-Vocalist Casey Carrano einen gewaltigen Umbruch in den vokalen Parts, denn wo bis zum Album "The Social Event Of The Century" die Gesangeinlagen noch durchzogen waren von schrillen Screams und ungewöhnlichen Pig Squeals, weichen diese nun mit dem neuen Sänger zum großen Teil halbherzigen Shouts. Die immer noch sehr guten Screams und Growls werden leider viel zu selten verwendet und werden durch die Shouts in den Hintergrund gedrängt - sehr schade, denn hier geht viel Potenzial verloren. Auch in den instrumentalen Anteilen gibt es starke Änderungen. Wo früher unvohergesehene und abwechslungsreiche Gitarren und Elektro-Sounds waren, wie z.B. bei "Let's Get Invisible" vom Album "Below Me", sind nun einschläfernde Rythmen und unüberzeugende Elektro-parts. Sicherlich wird es dadurch eventuell etwas massentauglicher, allerdings haben Dr. Acula durch diese Umstellung meines Erachtens einen ganzen Teil ihres früheren Charmes eingebüßt. Schade, denn so kommen sie für mich nicht über Mittelmaß hinaus. (zeo)

- 6/10 -


 



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