VÖ: 27. Juli 2012 Massacre Records
Zwischen den Küsten herrscht ordentlich Wind. Und die Kieler von Dreadlink setzen das auf ihrem Debüt amtlich um. Ein verdammt kruder Mix aus Neunziger Groove Thrash, Downbeat-Hardcore, ein paar Death Metal Versatzstücke - nennt sich laut Presseinfo heutzutage "Modern Thrash Metal". Schublade wieder zu und einfach erschlagen lassen, denn "Zero One" ist schlichtweg eine echt widerliche Dampframme, die hauptsächlich den bösen Groove innehat, an den richtigen Stellen ausbricht und alles niedermacht. Dabei erreicht man stellenweise sogar fast die Wucht von Crowbar ("Haterpillar"). Die eingestreuten Clean Vocals (u.a. "New Era", "Revolt") täuschen gekonnt Mitgefühl vor, im Endeffekt gibt es das aber nicht. Dafür haben tonnenschwere Maschinen wie "Reinforced Concrete", "Seven" oder das brachiale "Red Soil" viel zu viel Gewicht. Wenn die Jungs dieses fiese Level jetzt noch authentisch auf die Bühne bringen und sich dabei nicht dem "Wir sind die Härtesten und Tollsten"-Wahn hingeben (was auffällig oft mit deutschen Bands einhergeht), dann wäre ich mal echt zufrieden. (sw)
- 7,5/10 -
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