VÖ: 17. Februar 2012 Indie Recordings
Eine ziemlich skurrile Scheibe, aber eine mit nachhaltiger Wirkung. Das norwegische Ensemble mit dem ungewöhnlichen Namen Dunderbeist Metal-rockt sich auf seinem Debüt durch zehn fettarme Tracks, bei denen ich mir über die eigentlich offensichtlichen Zutaten immer noch nicht im Klaren bin. Ich sehe auf den Bandfotos eine schwarze Turbonegro-Version mit Zwirn und Eiern. Ich höre ein wenig Audrey Horne, Stonegard (einiger ihrer Mitglieder arbeiten auch bei Dunderbeist), in den tiefsten Tiefen könnte man sogar einen straighten Marilyn Manson vermuten, "Alternative" ist auch so ein Schlagwort, ein wenig einheimische Schwärze steckt ebenso noch irgendwo im Charakter. Und die ganze Chose wird spielerisch mit einer ordentlichen Metal-Kante dargeboten, sowie fast Slipknot-mäßig mit einem Percussionist und gleich zwei Sängern (beide übrigens erstklassig!). In diesem trotzdem erstaunlich zugänglichen Mix prescht das Septett aber immer wieder mit Hooklines hervor, die nach ein paar Durchläufen (oder auch früher) verdammt schnell in den Ohrmuscheln hängen bleiben. "Through The Peephole" (yeah!), "Fear & Loathing", "The Worst Sentence", "Shields Aligned" (ein bisschen Zirkus?!), "More Me" (kurz und klasse!), "8 Crows And Counting" - wer bei diesem schweißtreibenden up to date-Rockern nicht ins Zappeln gerät, hört wahrscheinlich nur undergroundigen Grindcore. Am Anfang war mir echt nicht bewusst, wie schnell sich "Black Arts & Crooked Tails" meine Aufmerksamkeit erarbeiten würde. Erstaunliches Teil! (sw)
- 8/10 -
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