EKTOMORF - Black Flag

VÖ: 31. August 2012
AFM Records

Bandchef und Fronter Zoltán Farkas und seine Truppe zählen aktuell vermutlich zu den fleißigsten Bands. Zwölf Alben in 16 Jahren ist schon eine beachtliche Leistung. Und für mich sind die Ungarn ohnehin die beste und auch einzig legitime Soulfly-Tribute-Band. Doch Spaß beiseite. "Black Flag" ist nach dem erst kürzlich erschienenen und reichlich überflüssigen Akustik-Album der nächste tonnenschwere Rundumschlag. Doch Moment, irgendwas ist hier anders. Auch wenn sich am Neo Thrash/Groove Metal des Vierers vielleicht nichts Grundlegendes geändert hat, aber sowohl musikalisch, als auch vom Gesang her, fühlt man sich plötzlich viel häufiger an Machine Head als an Soulfly erinnert. Songs wie "Unscarred", "Fuck Your God" oder "Never Surrender" hätten sicherlich auch Platz auf einem der letzten Outputs von Rob Flynn & Co. gefunden, während "Cut It Out" wieder so eine von diesen "typischen" Soulfly-Nummern ist. Trotzdem überraschen Ektomorf auf "Black Flag" mit durchgehend starken Songs. Vor allem das Groovemonster "The Cross" und der Titelsong (Hit!) überzeugen auf ganzer Linie. Als Bonus gibt's obendrauf noch eine recht interessante Coverversion des Foo Fighters-Hits "The Pretender".
Ich glaube, die Sache mit der mitunter etwas mangelnden Eigenständigkeit werden Ektomorf in diesem Leben ohnehin nicht mehr in den Griff bekommen, aber das ist zumindest mir mittlerweile völlig egal, denn ob der Albumtitel "Black Flag" nun für Anarchismus, Widerstand oder was auch immer steht, ich zücke an dieser Stelle die schwarz-weiß karierte Flagge: Erfolgreich ins Ziel gefahren. Ein solch starkes Ektomorf-Album hätte ich wahrlich nicht erwartet. (maz)

- 8/10 -




 



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