ELUVEITIE - Helvetios

VÖ: 10. Februar 2012
Nuclear Blast

Das neue Werk der Schweizer Folk-Metaller von Eluveitie wird von vielen schon sehnsüchtigst erwartet. Eine stetig größer werdende Fanbase und nicht zuletzt eine Top 20-Platzierung des Vorgänger "Everything Remains ... As It Never Was" (2010) in den deutschen Charts (in der Schweiz sogar Top 10) sprechen da eine eindeutige Sprache.
"Helvetios" wird eine Sache sicherlich nicht ändern: Wer Eluveitie bisher nicht mochte, wird dies auch weiterhin nicht tun. Nach wie vor kombinieren die acht Herren und Damen melodischen Death Metal mit Folk-Melodien. Zwar weit entfernt vom "Sauf-Kitsch" der Marke Korpiklaani & Co., aber geschunkelt ("Luxtos") oder mitgegröhlt ("Neverland") darf zwischendurch trotzdem mal. Richtig rasant zeigen sich die Schweizer beim Titelsong, sowie bei "Havoc" oder auch bei "The Siege" - solche Songs stehen der Band wirklich gut zu Gesicht, zumal sich Fronter Chrigel Glanzmann bei den Death Metal-Growls ausgesprochen wohl zu fühlen scheint. Bei "Home" blitzen die Vorlieben für die Göteborger Schule durch und Titel wie "Santonian Shores" oder "Meet The Enemy" sind herrlich folkig. Zwei Songs stören mich auf "Helvetios" allerdings ganz gewaltig: "Hope" ist in meinen Ohren kaum mehr als instrumentales "Herumgeflöte" und das minimalistische "Scorched Earth" ist eine extrem nervige Gebetsorgie (oder was auch immer das sein soll). Allerdings stehen dem gegenüber mit "Alesia" und vor allem dem an der Höchstnote kratzenden und obergenialen "A Rose For Epona" (das Anna Murphy alleine singt) zwei satte Hits gegenüber! Ziehen wir also mal die beiden "Aussetzer", sowie das Intro, Outro und das kaum 30-sekündige "Tullianum" ab, dann bleiben letztendlich immer noch zwölf starke Songs mit einer Spielzeit von rund 47 Minuten übrig - und das das reicht allemal für satte 8 Punkte. Folk-Metal-Fans: Kaufen! (maz)

- 8/10 -



 



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