VÖ: 15. August 2008 Silverdust
Zwölf Jahre nach ihrem Debut-Album sind die süddeutschen Düsterheimer mit ihrem nunmehr 6. Album "The sick's sense" zurück - und das stärker als je zuvor. Was sich nach "Dead end dreaming" (2005) abzuzeichnen schien, wurde beim nun vorliegenden neuen Album ganz bewusst über den Haufen geworfen: Hier wurde nichts auf Clubhit getrimmt und nichts glattgebügelt - im Gegenteil, die düsteren Abgründe scheinen noch tiefer geworden zu sein. Der Fünfer überrascht auf "The sick's sense" mit einer nahezu unberechenbaren Mischung aus wehmütigen Melodien ("Hurter"), Wut ("Pain hates me"), zynischer Bitterkeit, Leidenschaft ("Anthem for a new wave"), Brachialität ("Killhoney"), Tragödien, Gefühlen ("My crying veins") und Bösartigkeit. Irgendwo zwischen Paradise Lost (nicht ganz so heavy) und Type O Negative (nicht ganz so doomig). Kein gehypter Glitzer-Goth, nichts wirkt künstlich oder gar aufgesetzt, sondern alles scheint aus dem alltäglichen Leben gegriffen zu sein. "The sick's sense" zeigt eindrucksvoll die nackte Wahrheit in all ihren düsteren Facetten auf. Ein Song wie "Let sleeping gods lie" macht stellvertretend für das ganze Album klar, wo der Unterschied liegt, zwischen Licht ausschalten und die Augen schließen: Musik muß berühren, und genau das schaffen End of Green mit diesem Album zweifelsohne! (maz)
- 8,5/10 -
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