ETERNAL TEARS OF SORROW - Children of the dark...

...waters

VÖ: 22. Mai 2009
Massacre Records

Es gibt Dinge, die geschehen scheinbar still und heimlich. Es war mir völlig entgangen, daß sich die finnischen Dark-/Gothic Metaller von Eternal Tears of Sorrow 2001 aufgelöst und 2004 wieder reformiert hatten. Das Album "Chaotic beauty" (aus dem Jahre 2000) zählt immer noch zu meinen liebsten in diesem Genre, und auch das 2006er (Comeback-)Album "Before the bleeding storm" konnte (mich) durchaus überzeugen.
Mit "Children of the dark waters" liegt nun das 6. Album der nordischen Düsterheimer vor, bei denen ich mittlerweile nahezu jeglichen Überblick über die ganzen bandinternen Neu- und Umbesetzungen verloren habe.
Das eröffnende Doppel - "Angelheart, ravenheart" und "Baptized by the blood of angels" - kann gleich überzeugen und bietet 100% Eternal Tears of Sorrow. Große Melodien, teils aufwendige Arrangements, Chöre, satte Gitarrenriffs, zwischenzeitlich ausbrechende Doublebass-Attacken und ... ja, und eben das Keyboard, das mich zugegeben an manchen Stellen aufgrund seiner Dominanz ganz leicht nervt. Doch zugegeben, die zuckersüßen und melancholischen Piano-Melodien passen zu den immer wiederkehrenden ruhigen und zerbrechlich wirkenden (Akustik-)Passagen wie u.a. bei "Summon the wild" natürlich ausgesprochen gut, und bilden einen abwechslungsreichen Kontrast zum ansonsten bitterböse und düster wirkenden Gesamtbild.
Ein Midtempo-Schmachtfetzen wie "Sea of whispers" ist zwar kitschtechnisch dann doch eher grenzwertig, aber daß das Sixtett (für Gothic-Verhältnisse) auch ordentlich auf's Gaspedal treten kann, zeigt sich nicht nur bei "Diary of demonic dreams". Anspieltipp: "Nocturne thule" mit seinen großartigen cleanen Vocals.
Fazit: Die Band erfindet sich und das typisch finnische Gothic-Dark-Rock/Metal-Genre absolut nicht neu, und landet im Gegensatz zum Pressetext sicherlich keinen "Meilenstein finnischen Gothic Metals, der die Messlatte für andere Düster Metaller sehr hoch ansetzt!". Dennoch ist es der Band gelungen, ein durchaus ordentliches Album abzuliefern, das zumindest für ein kurzweiliges düsteres Vergnügen sorgen wird. (maz)

-7,5/10 -



 



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