EVERYTHING BURNS - Home

VÖ: 19. Februar 2010
Rising Records

Ob ich den Tag, an dem die schier unendlich erscheinende Flut an britischen Newcomerbands abreissen wird, noch erleben werde, bezweifel ich. Das unermüdliche Label Rising Records hat mit Everything Burns bereits die nächste Truppe am Start, und bekanntlich darf man Pressetexte ja nie allzu ernst nehmen. Dort heißt es nämlich, dass Everything Burns eben "NICHT der üblichen Screamo-/Emo-/Metalcore-Schematik" folgen, doch genau das ist der Fall. Allerdings ist das auch gar nicht mal weiter schlimm, denn zum Glück hat jedes Genre seine Fans, und das wird auch bei diesem Fünfer nicht anders laufen. Auf dem Debutalbum "Home" fällt besonders Sänger Tim Kellow auf, der sich in den fast ausschliesslich clean gesungenen Songs austoben darf, und dabei eine wirklich gute Figur macht, wobei er hier und da aber auch mal ein paar Gowls einwirft, was den entsprechenden Titeln (z.B. "Beautiful disaster") wirklich gut zu Gesicht steht. Zugegeben, Textzeilen wie "I'd die for you, would you die for me?" sind wirklich haarscharf an der Emo-Kitsch-Grenze, aber Songs wie "Kill or be killed" können durchaus überzeugen. Insgesamt bietet "Home" durchweg gute Songs, die aber wenig Eigenständigkeit bieten, und sich musikalisch irgendwo zwischen Underoath und From First To Last bewegen, und somit Fans dieser Gruppen durchaus ansprechen dürften. (maz)

- 6,5/10 -



 



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