VÖ: 25. Mai 2012 Massacre Records
Ganze acht Jahre hat man sich im Hause Ewigheim für das dritte Album "Bereue nichts" Zeit gelassen. Eine Zeit, in der das Trio aber keineswegs untätig war, sondern mit den jeweiligen Hauptbands auf so einige Veröffentlichungen zurückblicken kann (Yantit = Eisregen, Allen B. Konstanz + Schwadorf = The Vision Bleak). Wenn man die ersten beiden Ewigheim-Alben (2002 und 2004) nicht kennt, könnte man nun annehmen, dass sich die Musik grob an Eisregen/The Vision Bleak orientiert, doch das ist nur sehr bedingt der Fall. Es fällt einem beim Durchhören von "Bereue nichts" ziemlich schwer, von Metal zu sprechen. Dark/Gothic ist es zweifelsfrei, aber dann doch eher Rock. Wenn man die vergangenen Arbeiten der drei Protagonisten dieser Band kennt, ahnt man schon, dass man sich auch textlich nicht irgendwelchen simplen Gothic-Klischees hingibt, sondern einen gewissen lyrischen Anspruch schafft. Das alles in Verbindung mit den ausschließlich deutsch gesungenen Texten führt natürlich zwangsläufig zu gewissen Vergleichen mit Lacrimosa - gerade bei solchen Stücken wie "Der letzte Mensch", "Stahl trifft Kopf", "Schatten" oder Was bleibt" sind teils deutliche Parallelen vorhanden, wenngleich Ewigheim natürlich weitaus morbider zur Sache gehen. Mir gefallen da die etwas rifflastigeren und noch am ehesten in Richtung Dark/Gothic Metal gehenden Titel wie "Morgenrot" und "Schmutzengel" wesentlich besser, die beide noch dazu recht hitverdächtig sind. Ebenfalls sehr gelungen ist der leichte 80er Jahre/New Wave-Einschlag bei "Dürrer Mann". "Bereue nichts" ist ein ansprechendes, düsteres, lyrisch meist anspruchsvolles und teils morbides Gothic Rock Album. (maz)
- 7/10 -
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