VÖ: 12. Januar 2007 Bastardized Recordings
Zwei Fragen: Wer zum Henker sind Feast for the Crows und warum bekommt diese Band spontan eine ganze Seite im aktuellen RockHard? Das Bedarf dringend weiterer Nachforschungen... Das vorliegende Debut-Album der jungen deutschenTruppe macht gleich beim Opener "Hope dies last" klar, worum es hier geht: Melo-Death-Metal mit ein wenig Metalcore "light". Okay, zugegeben, diese Konstellation ist aktuell betrachtet natürlich alles andere als innovativ, aber man muss auch zugeben, daß Feast for the Crows irgendwie das gewisse Etwas haben. Kompositorisch und spielerisch braucht man sich keineswegs hinter den Kollegen der Marke Heaven Shall Burn, Maroon (für die man schon als Opener fungierte), Fear my Thoughts & Co zu verstecken. Das Album bietet auf allen 9 Songs ordentliches Doublebass-Gewitter, fette Gitarrenriffs, abwechslungsreiche und geschickt platzierte Breaks, typische Moshparts und Breakdowns, sowie aggressive Growls par excellence. Der deutschsprachige Part bei "Fading memories" erinnert an die Kollegen von Narziss, hier und dort ein bißchen alter Schwedentod, eine glasklare und saubere Produktion, und das alles zumindest mit einem gewissen Ansatz an Eigenständigkeit. Ja, so macht das Spaß! Wenn die Band das jetzt schon vorhandene Niveau noch weiter ausbauen kann, dann dürfte spätestens mit Album Nr. 2 oder 3 etwas ziemlich Grosses auf uns zukommen. Klasse! (maz)
- 8,5/10 -
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