VÖ: 30. März 2007 Century Media
Der Titel der Scheibe ist hier Programm. "Ur jordens djup" heisst auf deutsch etwa soviel wie "aus den Tiefen der Erde", und so ist dieses Album - erstmals mit dem neuen Frontmann Vreth - dann auch gleich um einiges dunkler und erdiger, als noch der leicht kitschig wirkende Vorgänger "Nattföd" (2004). Der Humppa-Partyanteil wurde zwar deutlich zurückgefahren, wenngleich "En mäktig här" oder auch "Korpens saga" wieder zwei Vertreter dieser für Finntroll eben typischen "Sauflieder" sind, aber ansonsten bleiben sich Finntroll weitesgehend treu, lassen immer ordentlich viel folkloristische Elemente in das sonst eher schwarzmetallische Grundgerüst einfliessen, und ein ums andere Mal meint man die Kollegen von Moonsorrow herauszuhören. Alles in allem wirkt "Ur jordens djup" irgendwie ernsthafter, was nicht zuletzt auch an den vereinzelt auftauchenden Parallelen zu Thyrfing oder Summoning liegt. Finntroll klingen anno 2007 endlich seriös und bodenständg und - wie schon angedeutet - auch verdammt düster und bitterböse. Auch wenn der klassische Hit im "Trollhammaren"-Stil fehlt, aber Material genug bietet das Album, um auch live für ordentlich Stimmung zu sorgen. (maz)
- 8,5/10 -
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