FOREVER SLAVE - Tales for bad girls

VÖ: 04. April 2008
Wacken Records/Steamhammer

Forever Slave, das ist eine bereits im Jahre 2000 in Spanien gegründete Band, die nun mit "Tales for bad girls" ihr neues Album vorlegt.
Man kann - ohne überhaupt einen einzigen Ton gehört zu haben - schon grob erahnen, was den geneigten Zuhörer erwarten wird: Frauengesang und Keyboard, Songs wie z.B. "GothiX girls", und auf dem Cover ein weißer Engel, schwarze Schmetterlinge und Totenköpfe - fertig ist die nächste Gothic Combo mit Frauengesang.
Wer sich jetzt - so wie ich - nicht kopfschütteln abwendet, der wird beim mehrmaligen Durchhören von "Tales for bad girls" (wer hat sich eigentlich diesen Titel ausgedacht?) durchaus ein paar wirklich gute Songs entdecken. Gleich der Opener "Dickhead!" bietet ein eingängiges und knackiges Riff, "Afterlife" klingt fast schon verdächtig dreist nach Within Temptation, das bereits angesprochene "GothiX girls" kommt leicht elektronisch und mit kurzen männlichen Growls daher. Insgesamt fällt auf, daß es die Spanier durchaus verstehen, ruhige und melancholische Passagen mit druckvollen Parts zu mischen, wie z.B. bei "Kristin A.I.D.S.", und dabei über weite Strecken durchaus ein Händchen für Melodien beweisen, wobei hier und da trotz allem auch ein bißchen Vorhersehbarkeit aufkommt.
Alles in allem ein durchaus ansprechendes Album. Was mir allerdings - neben den teilweise wirklich dämlichen Titeln - ein bißchen schwer im Magen liegt, ist die Sopran-Stimme von Sängerin Lady Angellyca, die das komplette Album über auf ihrer Stimmlage herumreitet, was auf Dauer etwas anstrengend wirkt. Dennoch: Fans dieses Genres sollten unbedingt mal ein Ohr riskieren. (maz)

- 7,5/10 -


 



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