FORGERY - Harbouring hate

VÖ: 06. November 2009
Candlelight Records

Verdammich noch eins. Das sind nicht Nevermore, obwohl das Riffing manchmal an eine Thrash-Version der Seattle-Boys erinnert. Exhorder sind es auch nicht, doch die gesangliche Ähnlichkeit lässt sich nicht von der Hand weisen. Und Meshuggah erst recht nicht, denn wenn Forgery mal technisch zu Werke gehen, sind sie immer noch sehr nachvollziehbar. Aber addiert man die Genannten zusammen, und setzt die Basis auf 90er Thrash, dann ist das Ergebnis verblüffend. Kommen dann noch Querverweise gen späte Bay Area oder Machine Head ("Dormant") oder sogar eine charaktervolle Hommage an Slayer ("Black the sky"), ist das Chaos im Kopf des Rezensenten perfekt. Ich weiß nur, daß "Harbouring hate" seit geraumer Zeit bei mir in Dauerschleife läuft, ich von seiner Kompromisslosigkeit förmlich erschlagen bin, und vor lauter Dynamik nicht still sitzen kann. Das ist echt irre.
Hätten Forgery dieses Album doch bloß schon in den 90ern raugebracht (nach ein paar Demos war erst mal Sense), würde man die Norweger auch heute noch mit Achtung nennen. So ist "Harbouring hate" der Zweitling nach 2006 und wird hoffentlich nicht in der Veröffentlichungsflut untergehen. Acht Punkte mit Sternchen! (sw)

- 8/10 -



 



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