GOD DETHRONED - Passiondale

VÖ: 24. April 2009
Metal Blade

Knüppel aus dem Sack und immer feste druff! Befürworter der God Dethroned-Frühwerke bzw. "Ravenous" werden beim Erleben von "Passiondale" wahrscheinlich freudig ihre Bude zerlegen. Denn bis auf den Titelsong (so wie beim Intro und Outro) gibt es definitiv keine Verschnaufpause. Bandkopf Henri Sattler hat seit "The toxic touch" (2006) verdammt viel erlebt - und nicht nur Gutes - und das will raus! Der wieder an Bord gestiegene Ur-Drummer Roel hilft da gerne nach und verziert "Passiondale" (nicht nur) mit einer ganzen Armada von blitzschnellen und alles platt walzenden Blastbeats. Im Gegenzug integriert die Band in "Poison fog" und "No survivors" auf einmal schöne Keyboards und klaren Gesang, der dem Material sogar erstaunlich gut zu Gesicht steht. Ansonsten herrscht das totale Riff-Massaker mit den etwas weniger als sonst vertretenen, aber typischen God Dethroned-Melodien. Und da "No man's land" wohl bald zu Klassikern wie "Boiling blood" oder "Villa vampiria" aufschließen wird, ist im Hause God Dethroned einfach alles in Ordnung und der Fan wird zufrieden sein.
Eines nur am Rande - bzgl. des Konzeptes (Thematik: Der erste Weltkrieg) haben God Dethroned den direkten Vergleich zu ihren Landsmännern Hail of Bullets leider wegen nicht ausreichender atmosphärischer Tiefe verloren. Dafür ist "Passiondale" aber ein herrlich vernichtendes Death Metal-Fest! Nicht böse sein, Jungs. (sw)

- 8,5/10 -



 



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