HATEBREED - Hatebreed

VÖ: 02. Oktober 2009
Roadrunner Records

Nanu? Das war aber ein kurzes Gastspiel im Hause Century Media. Nach nur einer (Cover-)Scheibe sind Hatebreed wieder in den Schoß ihrer Ex-Plattenfirma Roadrunner zurückgekehrt, und beehren uns bereits drei Monate nach "For the lions" mit neuen Eigengewächsen. Interessant dabei ist, daß das Ausarbeiten von Coverversionen offensichtlich Spuren hinterlassen hat, und sich entgegen der recht allgemeinen Meinung, beim Hardcore-Bollwerk Hatebreed würde eh alles gleich klingen, ein paar Kleinigkeiten geändert haben - oder sagen wir, ein paar Nuancen hinzu gekommen sind. Und die sind allesamt erwähnenswert. Jamey Jasta entlockt seinem kraftvollen Organ neuerdings sogar Melodien ("In ashes they shall reap", "Every lasting scar") - da hat sich der Kingdom of Sorrow-Ausflug wohl ausgezahlt. Das größte Plus haben aber die Gitarren zu verbuchen. Was die Herren Novinec und Lozniak da mitunter treiben, ist sehr erfrischend. So tauchen auf einmal richtig geile Metal-Soli auf, man glänzt sogar durch ein tiefgründiges Instrumental namens "Undiminished", und das variabler gewordene Riffing würde jedem Thrash-Fan zumindest ein Ohr öffnen lassen. Bei Songs wie "Between hell and a heartbeat", "Hands of a dying man" oder "Merciless tide" bin ich fast versucht, Kollege Marco zu widersprechen, der 2006 "Supremacy" als "ihr thrash-lastigstes Album" beschrieb. Das bis dato abwechslungsreichste Album dürfte "Hatebreed" aber auf jeden Fall sein. Klasse! (sw)

-8,5/10 -



 



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