HATENATION - Blacklist

VÖ: 22. Oktober 2010
SAOL / H'Art

Nach der 2009er Debüt-EP schicken die Spanier von Hatenation nun ihr erstes vollwertiges Album "Blacklist" hinterher. Über die Distanz von 43 Minuten spielt man sich mehr oder weniger spannend durch die elf Songs. Drei Dinge fallen dabei besonders negativ auf: Sänger Carlos klingt über weite Teile so derbe guttural wie eine schlecht funktionierende Klospülung. Das mag bei entsprechenden (schnellen) Songs natürlich durchaus seinen Reiz haben, aber die Songs auf "Blacklist" bewegen sich meist im Midtempo, und quälen sich oftmals einfach nur schleppend und träge über die Zeit. Zu allem Überfluss ist die Produktion auch noch dumpf und sterbenslangweilig - von einer "sorgfältigen Produktion" (O-Ton Presseinfo) ist man jedenfalls meilenwert entfernt. Technisch geht "Blacklist" zwar weitesgehend in Ordnung, wenngleich auch kaum ein Song so wirklich überzeugen kann. Einziger Lichtblick ist noch das etwas flottere "In the middle of nowhere", während nicht zuletzt ein Titel wie das nervige "Traces" einfach nur noch zum Betätigen der Skip-Taste nötigt. Dieses zähe Thrash/Doom/Death-Gemisch mag vielleicht in Spanien einige Anhänger haben (zumindest laut Presseinfo), aber ich bin mir ziemlich sicher, dass diese fünf Herren hierzulande rein gar nichts reißen werden. (maz)

- 5/10 -



 



HAMLET - La puta y el diablo
HICSOS vs. MORTAL FACTOR - Split