VÖ: 18. Dezember 2009 AFM Records
Nach ihrem zweiten Album "Sign of the winner" (2001) habe ich die Franzosen zwar gänzlich aus den Augen verloren, aber es ist schön zu sehen, dass auf "Carpe diem", dem mittlerweile 5. Album der Band, alles beim Alten geblieben ist. Trotz diverser Besetzungswechsel gibt es zumindest eine Konstante in der Band, und das ist Sänger Benjamin Sotto. Und der ist es dann auch, der mit seiner wirklich guten Leistung dafür sorgt, dass vor (fast) jedem drohenden Klischee-Fettnäpfchen im letzten Moment noch ein Haken geschlagen wird. Auch wenn der Titelsong ziemlich offensichtlich bei Edguy abgekupfert wurde, "Farewell" haarscharf an der Kitschgrenze vorbeischliddert, und immer wieder Querverweise in Richtung Helloween, Avantasia & Co. auftauchen, aber die Franzosen schaffen es dennoch irgendwie, dem Ganzen zumindest ansatzweise eine eigene Note zu verpassen. Songs wie die von Doublebass getriebenen "Ashen paradise" oder "Ode to joy" (mit der Melodie von "Freude schöner Götterfunken") können dabei genauso punkten, wie das leicht epische "The face of truth". Eine runde Sache, was die Franzosen hier abgeliefert habe. Beim nächsten Mal dann noch eine Schippe Eigenständigkeit drauflegen, und dann gibt's auch noch ein halbes Pünktchen mehr. (maz)
- 7,5/10 -
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