HEAVEN SHALL BURN - Iconoclast

VÖ: 25. Januar 2008
Century Media

Wo soll das noch hinführen mit dieser Band?! Nach dem ersten Durchlauf (satte 58 Minuten) stehe ich völlig geplättet vor meinen Boxen mit zwei Fragen:
1. Ist das wirklich gerade alles passiert?
2. Hält mein Kreislauf das ein zweites Mal aus?
Antwort: Ja und ja! Heaven Shall Burn sind dabei, sich selbst und die Szene neu zu definieren. Auf den Begriff "Metalcore" (längst eine abebbende Welle) wird hier dermaßen gepfiffen, daß ich vor Ehrfurcht meinen Hut ziehe. METAL rules! Und das in einem so genialen Kreuzüber, der wieder zeigt, warum so viele Old School Fans auf die Thüringer stehen. Alles platt walzende Riffs können andere auch schreiben, Maiden-schwedische Melodien haben Tausende vorher gedüdelt und Beatdowns sind zur bis zum Erbrechen exerzierten Modeerscheinung geworden. Und jetzt kommt das ABER: Was macht "Iconoclast" zu einem genre-schockenden Meisterwerk? Die unbändige Entschlossenheit einer Band, die das Goldhändchen besitzt, Killersongs en masse zu schreiben. Mit Riffs die killen. Mit Melodien, die dir die Tränen aus den Augen drücken. Doch vor allem mit einem einzigartigen Songwriting, einer unbarmherzigen Dynamik und neuerdings sogar mit gelegentlich ruhigen (fast beklemmenden) Momenten nur um im nächsten Augenblick wieder voll zuzuschlagen. Daß die ohnehin fürstliche Cover-Version des Edge Of Sanity-Klassikers "Black Tears" nicht total aus dem Album heraussticht, spricht ja schon allein für die Klasse dieser Band. "Iconoclast" ist eine Macht! (sw)

- 9/10 -



 



HATENATION - Blacklist
HELSTAR - Sins of the past